Philosophie

"So wenig wie möglich - So viel wie nötig"

Ein schulischer Leitsatz aus dem Philosophieunterricht, der mir sehr gut im Gedächtnis haften blieb!

Es gibt sog. Therapeuten, die eine erfolgreiche Behandlung mit dem spektakulären "Knacken" in sämtlichen Gelenken verbinden oder einem panisch wegspringenden Pferd beim unvorbereitetem Griff in die Rückenmuskulatur.

Wer solch grobes Werk für sein Pferd bevorzugt, hat in mir sicherlich nicht die richtige Ansprechpartnerin gefunden.

Jede Behandlung am Pferd ist ein Zwiegespräch mit dem Partner Pferd.

 

Ein Therapeut "heilt" nicht - er hilft dem Pferd, sich selbst zu heilen.

Der Therapeut kann in der Behandlung immer nur soweit gehen, wie das Pferd ihn lässt. Das kann ein Senken des Kopfes sein, ein Nachgeben der Muskulatur, eine Antwort des Gewebes …

Jede Behandlung ist strukturiert und doch ganz individuell auf das jeweilige Pferd abgestimmt.

 

In der Behandlung beginne ich immer mit den Techniken, die für das Tier am angenehmsten und unauffälligsten sind.

 

Bei Blockaden lege ich großen Wert auf die Lösung der umliegenden Strukturen, da der therapeutische Erfolg sonst nur von kurzer Dauer wäre.

Eine wirkliche Manipulation am Pferd muss daher längst nicht so häufig durchgeführt werden, wie allgemein angenommen. Vielmehr steht hier die Mobilisation im Vordergrund.

 

Hier eine Bitte an Sie :

Eine erfolgreiche Therapie stützt sich immer auf die Zusammenarbeit von Pferd, Besitzer, Therapeut (und ggfs. Tierarzt, Sattler, Hufschmied, Dentist etc.). 

Ein Problem, welches sich vielleicht über längere Zeit aufgebaut hat, kann nicht immer an einem Tag gelöst werden.